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Feier der Initiative „Arbeit durch Management/Patenmodell“

Bei der Feierstunde zum Zehnjährigen der Initiative „Arbeit durch Management/Patenmodell“ wurden langjährige Paten geehrt: (von links) Michael Klesse, Heiko Flottmann, Carolin Appelbaum, Stephan Klose, Eriketi Verra-Nossek und Konrad Müller. Foto: Hermann Pentermann

mstr Osnabrück. Der Osnabrücker Zweig der Initiative „Arbeit durch Management/Patenmodell“ hat sein zehnjähriges Bestehen im Haus der Kirche gefeiert. Das Patenmodell blickt auf eine erfolgreiche Geschichte zurück.

Seit 2006 engagieren sich ehrenamtliche Paten in der „Jobbrücke“, um Arbeitssuchende wieder in den Arbeitsmarkt zu führen. 2010 nahm dann die „Ausbildungsbrücke“ die Arbeit auf: Hier unterstützen Paten Schüler dabei, Ausbildungsplätze zu finden.

Die regionalen Koordinatoren Heiko Flottmann und Petra Fornol begrüßten die Gäste, dann hatte erst mal der Chef das Wort. „Diese Initiative wird auch nach zehn Jahren noch von Ihnen getragen, liebe Patinnen und Paten. Das ist erstaunlich und erfreulich, und dazu gratuliere ich Ihnen ganz herzlich“, so Konrad Müller, Leiter der Initiative. „Wir befinden uns mit dem Patenmodell in der sehr alten und starken Tradition des Ehrenamts. Freiheit zeigt sich gerade in der Bereitschaft, Verantwortung in einem größeren Lebenszusammenhang zu übernehmen. Sie haben sich diese Freiheit genommen.“

Die Vertretung für Oberbürgermeister Wolfgang Griesert übernahm an diesem Abend der Geschäftsführer des Jobcenters Osnabrück, Michael Klesse: „Es gibt in Osnabrück sehr viele staatliche und vor allem nicht-staatliche Institutionen, die gut vernetzt sind, eigene Ideen haben und ganz stark dazu beitragen, das Leben in dieser Stadt lebenswert zu machen.“

Ulrich Freisel vom Fachdienst Bürgerengagement und Seniorenbüro und der langjährige Pate Stephan Klose gaben einen Ausblick über die recht turbulente, aber auch aufregende Anfangsphase des Patenmodells in Osnabrück. Stephan Klose fasste die Tätigkeit zusammen: „Was machen wir Jobpaten? Wir beraten und coachen, wir bringen persönliche Erfahrungen und Kontakte ein, um Arbeitssuchenden Hilfe zur Selbsthilfe zu geben.“ Mit Erfolg: Laut Heiko Flottmann liegt die Vermittlungsquote der Initiative bei etwa 55 Prozent.

Kurzer Draht

Als Beispiel für eine fruchtbare Zusammenarbeit brachte Patin Astrid Lodde ihr „Patenkind“ Nursenem Yasatemur mit. Nursenems Ziel ist es, Polizistin zu werden. Astrid Lodde hat mit ihr gemeinsam einen Bildungsweg erarbeitet, der dorthin führen soll. Beide sind zuversichtlich, dass ihr Vorgehen erfolgreich sein wird. Nursenem zog ein positives vorläufiges Fazit: „Es ist in jedem Fall gut, einen festen Ansprechpartner zu haben. Das bedeutet eine große Unterstützung und Erleichterung in vielen Situationen.“ Wenn etwa der Lebenslauf geändert werden soll, müsse sie nicht lange überlegen, wie das genau gehen könnte, sondern rufe einfach Astrid Lodde an.

Eine schöne musikalische Einlage kam von Jessica Reis, einer ehemaligen Schülerin der Hauptschule Innenstadt. Sie sang zwei Songs von Alicia Keys und Rihanna und sorgte damit für eine Portion Soul zwischen den Redebeiträgen.

Die Initiative hat viele treue Helfer: Für zehn Jahre ehrenamtliche Tätigkeit im Patenmodell in Osnabrück wurden geehrt: Erika Rose-Stoffregen, Eriketi Verra-Nossek, Carolin Appelbaum und Stephan Klose. Dennoch warben Heiko Flottmann und Petra Fornol um neue, qualifizierte Ehrenamtliche, „damit unsere Initiative weiter leben kann“. Kontaktdaten für die Ausbildungsbrücke: Petra Fornol, E-Mail: petra.fornol@remove-this.patenmodell.de, für die Jobbrücke: Heiko Flottmann, Heiko.Flottmann@remove-this.patenmodell.de

Quelle:
NOZ Stadt
Ausgabe vom 03. September 2016
Seite 23
Ressort Lokales

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