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Unternehmen informieren sich im Meller Forum

Die Infover­an­staltung „Betriebliche Integration von Flüchtlingen – Meine Fachkräfte von morgen?“ wurde vom „Fach­kräf­te­bündnis Nordwest, Teilregion Osnabrück“ organisiert. Zu den Organisatoren gehörten (hinten von links) Bürger­meister Reinhard Scholz, Thorsten Coch (Kreishand­wer­kerschaft Osnabrück), Hans-Jürgen Falkenstein (IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim) und Harald Schlieck (Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim) so-wie (vorne von links) Sabine Stöhr (Industrieller Arbeitge­ber­verband Osnabrück), Michael Klesse (Jobcenter Osnabrück), Jutta Anton (Eh-renamts­ko­or­di­natorin Gemeinde Ostercappeln), Christiane Fern (Agentur für Arbeit Osnabrück) sowie MaßArbeit-Vorstand Sabine Ostendorf.

Um die Frage, ob und wie Flüchtlinge als Arbeitnehmer oder als Azubis für hiesige Unternehmen infrage kommen, ging es bei der Veranstaltung „Betriebliche Integration von Flüchtlingen – Meine Fachkräfte von morgen?“ im Meller Forum. Der Einladung vom „Fachkräftebündnis Nordwest, Teilregion Osnabrück“ waren rund 80 Firmenvertreter aus Melle, Ostercappeln, Bohmte und Bad Essen gefolgt.

MaßArbeit-Vorstand Sabine Ostendorf, die die Veranstaltung moderierte, wies darauf hin, „dass die Flüchtlinge, die im August und September letzten Jahres im Fernsehen zu sehen waren, noch gar nicht alle bei uns angekommen sind“. Denn von der Ankunft der Menschen in Deutschland bis zur Entscheidung über ihren Asylantrag vergingen oft bis zu zwölf Monate. Zwar bestünde dem Grunde nach nur drei Monate nach der Registrierung ein Arbeitsverbot.

Acht Flüchtlinge arbeiten aktuell bei DPD in Melle, wie Personalbetreuer Florian Seifert aus der Praxis berichtete. Der Paketdienstleiter sei sich bewusst, dass die neuen Mitarbeiter gerade zum Start eine intensive Betreuung benötigen. Firmenintern wurde deshalb ein Sprachkurs organisiert. Abschließend zog Seifert ein positives Zwischenfazit: „Die neuen Mitarbeiter aus Pakistan, Afghanistan und Mazedonien sind hochmotiviert, und ich bekomme sehr, sehr positives Feedback. Sie haben sich bei uns gut eingelebt und haben inzwischen auch schon Anschluss an bestehende Fahrgemeinschaften zur Arbeit bekommen.“

Nach diesem Erfahrungsbericht konnten die Besucher selbst aktiv werden: An fünf Ständen informierten Fachleute der teilnehmenden Verbände und Institutionen über die Themen: Arbeit/Praktikum, Ausbildung/Einstiegsqualifizierung, Berufsanerkennung/Kompetenzfeststellung, Sprachförderung sowie Ehrenamt. Eine der Hauptfragen war: „Wir komme ich mit Flüchtlingen in Kontakt, wie finde ich Flüchtlinge als Mitarbeiter?“ Davon abgesehen ging es in den Gesprächen auch um bestehende Möglichkeiten, Flüchtlinge als Arbeitnehmer im Rahmen von Praktika kennenzulernen oder sie sprachlich im Betrieb zu qualifizieren. Manche Unternehmer wollten auch herausfinden, wie hoch ihre Chance ist, tatsächlich Facharbeiter zu finden.
In einem Punkt waren sich an diesem Abend alle einig: „Ein Sprachkurs ist das A und O bei der Integration“, brachte Ralph Ebbinghausen es auf den Punkt. Der Bad Essener informierte darüber, wie Ehrenamtliche bei der Vermittlung zwischen Betrieben und Flüchtlingen helfen können. Sein Fazit der Veranstaltung war positiv, denn „die Gespräche waren qualitativ sehr gut.“
Nachdem die Firmenvertreter zum Schluss im Plenum noch einmal die Möglichkeit hatten, weitere Fragen zu stellen, zog Sabine Ostendorf, ein positives Fazit: „Ich hatte den Eindruck, dass sich viele intensive Gespräche ergeben haben.“

Zum „Fachkräftebündnis Nordwest, Teilregion Osnabrück“ gehören unter anderem die Agentur für Arbeit, das Jobcenter der Stadt Osnabrück, die MaßArbeit kAöR jobcenter Landkreis Osnabrück, Wirtschaftsförderungen, die Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammer, die Kreishandwerkerschaft, die Landwirtschaftskammer und der Industrielle Arbeitgeberverband. Das Bündnis wird zum Themenkomplex „Betriebliche Integration von Flüchtlingen – Meine Fachkräfte von morgen?“ weitere Veranstaltungen im Osnabrücker Land durchführen.

(Redaktion)

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