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Auswahlverfahren der Bewerber startet bald

René Duvinage, stellvertretender Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit in Osnabrück, Julia Bauer, Personalreferentin bei Keil Anlagenbau, Peter Stockmann, Bereichsleiter Technik bei Keil Anlagenbau, Sebastian Völkening, Abteilungsleiter Montage bei Keil Anlagenbau, Sabine Ostendorf, Vorstand der Maßarbeit des Landkreises Osnabrück und Michael Klesse, Geschäftsführer des Jobcenters der Stadt Osnabrück.

Bohmte/Osnabrück. Auch wenn das nächste Job-Speed-Dating erst Mitte Oktober startet, laufen die Vorbereitungen für die Veranstaltung der Agentur für Arbeit Osnabrück, des Jobcenters der Stadt Osnabrück und der Maßarbeit des Landkreises Osnabrück bereits an.

Für die Bewerber, die beim Job-Speed-Dating auf potentielle Arbeitgeber treffen, ist dies wie ein Finale. Denn die Organisatoren legen besonderen Wert auf die Vorbereitung. „Das Format ist vielleicht vergleichbar mit einem Casting, man kann beobachten, wie sich die Teilnehmer von Woche zu Woche positiv weiterentwickeln“, erklärt Sabine Ostendorf, Vorstand der Maßarbeit des Landkreises Osnabrück. Im vergangen Jahr nahmen 433 Bewerber aus Stadt und Landkreis Osnabrück an diesem Prozess teil. Darunter waren Langzeitarbeitslose ebenso wie junge Leute, die gerade ihre Ausbildung abgeschlossen hatten, Handwerker ebenso wie Akademiker.

In der Vorbereitungsmaßnahme erstellen die Bewerber unter anderem eine Stärken-Schwächenanalyse und lernen Selbstvermarktungsstrategien. Aber auch der Themenbereich „Knigge im Beruf/Outfit“ gehört mit zum Programm. „Stimmt das Äußere, stärkt es auch die Bewerber“, erklärt Michael Klesse, Geschäftsführer des Jobcenters der Stadt Osnabrück, bevor er darauf hinweist: „Es gibt außerdem Menschen, die sind richtig gut, bekommen das aber nicht in Papier gegossen.“ Für sie sei das Speed-Dating eine gute Chance, und bald starte das neue Bewerber-Auswahlverfahren für 2015.

Eine Chance ist das Speed-Dating natürlich auch für Arbeitgeber. „Fakt ist, die Rekrutierungswege verändern sich, und es gibt Unternehmen, die bekommen keine Bewerbungen mehr“, weiß René Duvinage, stellvertretender Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit in Osnabrück. Nicht nur diese Firmen freuten sich, über neue Wege, Mitarbeiter zu finden.

Am Job-Speed-Dating selbst nahmen im vergangen Jahr 176 Bewerber und 22 Unternehmen teil, unter anderem die Firma Keil Anlagenbau. „Als das Speed-Dating angeboten wurde, waren meine Kollegen etwas skeptisch, aber danach waren beide richtig begeistert“, hatte Julia Bauer, Personalreferentin bei Keil Anlagenbau, beobachtet. Ihre Kollegen Peter Stockmann, Bereichsleiter Technik, sowie Sebastian Völkening, Abteilungsleiter Montage, loben unter anderem die gute Organisation der Veranstaltung. „Wir haben auch mindestens drei Bewerbungen zur Seite gelegt und werden diejenigen bei Bedarf ansprechen“, erklärte Stockmann. Ein weiterer Bewerber habe probeweise bei Keil Anlagenbau gearbeitet.

Auch die Veranstalter zogen ein positives Fazit und hoffen auf vergleichbare Erfolge in diesem Jahr: 2014 unterschrieben bereits am Tag des Job-Speed-Datings 23 Bewerber einen Arbeitsvertrag, und insgesamt wurden 114 Bewerber vermittelt. „Das ist eine tolle  Zahl“, zeigte sich Stockmann beeindruckt, und Klesse bestätigte: „Wir sind mit der Quote sehr zufrieden.“ Was er jedoch ebenso wichtig fand: „Durch die Vorbereitungsmaßnahme machen sich die Leute teilweise von selbst auf den Weg, sie stärkt ihr Selbstbewusstsein.“

Quelle:
Osnabrücker Nachrichten 
Ausgabe vom 07. Juni 2015

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