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Geflüchtete und

Migrant/innen

Das Thema Migration war für die Grundsicherung schon immer ein bedeutendes Handlungsfeld. Bereits vor dem massiven Zuzug von Flüchtlingen in den Jahren 2015/16 betrug der Anteil von Leistungsempfängern mit Migrationshintergrund im Jobcenter Osnabrück über 50 %. Seitdem ist er kontinuierlich weiter gestiegen.

Dennoch stellte der massive Zuzug von Menschen, vornehmlich aus Syrien auch uns vor große Herausforderungen. Da der Bezug von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II bei Geflüchteten in der Regel mit der Anerkennung eintritt kamen die starken Zuzugszahlen in den Jobcentern erst einige Monate später an.

Diese Zeit nutzte das Jobcenter um ein „Strategiekonzept Flüchtlinge“ aufzulegen. Dabei wurden die neuen Herausforderungen unter dem bestehenden Leitbild und der allgemeinen strategischen Ausrichtung bewertet. Hieraus wurden dann grundsätzliche Herangehensweisen an die einzelnen Handlungsfelder definiert. Dieses Strategiekonzept bildet bis heute die Grundlage für konkrete Problemlösungen.

Als zentrale Maßnahme für Geflüchtete aber auch für andere Migranten wurde im Frühjahr 2017 das Migrationskompetenzzentrum eröffnet.

Der besondere Ansatz hierbei ist, dass das Erlernen der deutschen Sprache nicht als gesonderter Abschnitt behandelt, sondern im gesamten Integrationsprozess eingebettet wird.

Überhaupt ist das Thema Spracherwerb sicherlich die zentrale Aufgabe bei der Integration von Zugewanderten in den deutschen Arbeitsmarkt. Die Region Osnabrück verfolgt hierbei mit dem Kooperativen Integrationsmanagement für Migranten (KIM) seit über zehn Jahren einen Ansatz, der in den Folgejahren bundesweit kopiert wurde. Seit 2016 koordinieren wir diese Aufgabe selber bei uns im Jobcenter.

Die zweite große Gruppe der Migranten im Jobcenter bilden die EU-Bürger. Vor allem Menschen aus Südosteuropa sind in den vergangenen Jahren vermehrt zum Zwecke der Arbeitsmigration nach Deutschland gekommen. Für das Jobcenter Osnabrück bilden hier die Bulgaren die größte Gruppe, weil es hier einen besonders hohen Anteil von Menschen gibt, der auf SGB-II Leistungen angewiesen sind.