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Umzug

Eine Unterstützung bei den Umzugskosten ist nur möglich, wenn das Jobcenter Sie zum Umzug auffordert oder der Umzug aus anderen wichtigen Gründen notwendig ist. Notwendig ist ein Umzug, wenn er erforderlich ist und die Aufwendungen für die neue Unterkunft angemessen sind. Vor dem Abschluss eines Vertrages über eine neue Unterkunft sollten Sie auf jeden Fall die Zustimmung des Jobcenters einholen.

Zuzug nach Osnabrück

Eine Unterstützung bei den Umzugskosten nach Osnabrück kann nur durch den bis zum Umzug örtlich zuständigen Träger erfolgen. Für die Übernahme einer Mietkaution bzw. von Genossenschaftsanteilen ist die Zusicherung des Jobcenter Osnabrück erforderlich. Diese muss vor Abschluss des Mietvertrages beantragt werden. Außerdem sollen Sie entsprechend der gesetzlichen Regelung vor Abschluss eines Mietvertrages eine Zusicherung zur Berücksichtigung der Aufwendungen für die neue Unterkunft vom Jobcenter Osnabrück einholen.

Wegzug aus Osnabrück

Bei einem Wegzug von Osnabrück, haben Sie vor Unterzeichnung des neuen Mietvertrages die Zustimmung des Jobcenters zum Umzug einzuholen, um eine Unterstützung bei den Umzugskosten erhalten zu können. In der Regel bekommen Sie eine Unterstützung, wenn Sie durch das Jobcenter zum Umzug aufgefordert wurden, Sie umziehen, um zu hohe Unterkunfts- und/oder Heizkosten zu senken oder andere wichtige Gründe vorliegen, zum Beispiel dass Sie Arbeit gefunden haben. Wegen der Berücksichtigung der Aufwendungen für die neue Unterkunft und der Übernahme einer Mietkaution bzw. von Genossenschaftsanteilen nehmen Sie bitte vor Abschluss des Mietvertrages mit dem für Ihren neuen Wohnort zuständigen Jobcenter Kontakt auf.

Kosten der Auszugsrenovierung

Eine Übernahme von Kosten kann auch bei einer Auszugsrenovierung erfolgen: Das Jobcenter muss vor Unterzeichnung des neuen Mietvertrages dem Umzug zugestimmt haben. Weiterhin muss dem Mietvertrag zu entnehmen sein, dass bei Auszug eine Verpflichtung zur Renovierung besteht. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl höchstrichterlicher Entscheidungen hinsichtlich der Zulässigkeit entsprechender Klauseln in Mietverträgen. Ihre Sachbearbeitung für Leistungsangelegenheiten hilft Ihnen gern dabei, die geeignete Vorgehensweise zu erörtern.

Kosten der Einzugsrenovierung

Wenn das Jobcenter Ihrem Wohnungswechsel zugestimmt hat und die Einzugsrenovierung Bestandteil des neuen Mietvertrages und erforderlich ist, können Sie eine Unterstützung zu den Materialkosten erhalten.

Umzugskosten

Sollten Sie Ihren Umzug nicht vollständig mit Hilfe der Familie, von Freunden oder Bekannten organisieren können, ist es möglich, eine Unterstützung für die Anmietung eines Fahrzeuges zu erhalten. Auch hier muss vor dem Abschluss des Mietvertrages die Zustimmung des Jobcenters erteilt worden sein. Ist für Ihren Umzug ein Leihfahrzeug erforderlich, legen Sie bitte drei Kostenvoranschläge bzw. Mietangebote vor.

Kaution

Als Mieter/in haben Sie das Recht die Zahlung einer etwaigen Kaution in drei Monatsraten an den Vermieter zu zahlen. Oftmals besteht die Möglichkeit, die Monatsraten noch weiter aufzuteilen. Gegebenenfalls steht Ihnen auch die Kaution Ihrer bisherigen Wohnung zur Zahlung der neuen Kaution zur Verfügung. Sollten Sie die Kaution nicht zahlen können, kann das Jobcenter ein entsprechendes Darlehen gewähren. Das Darlehen würde durch monatliche Aufrechnung in Höhe von 10 Prozent des Regelbedarfs getilgt.

Direktzahlung der Miete an den Vermieter

Die Auszahlung der Leistungen erfolgt im Regelfall an den Bevollmächtigten der Bedarfsgemeinschaft. Die Einhaltung der Zahlungsverpflichtungen ist Aufgabe der Vertragspartner. Auf Antrag der leistungsberechtigten Person erfolgt eine direkte Zahlung der Mieten durch das Jobcenter an den Vermieter. Die Miete soll direkt an den Vermieter gezahlt werden, wenn die zweckentsprechende Verwendung durch die leistungsberechtigte Person nicht sichergestellt ist.

Auszug unter 25-jähriger aus dem elterlichen Haushalt

Sofern unter 25-Jährige umziehen, werden Bedarfe für Unterkunft und Heizung für die Zeit nach einem Umzug bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres nur anerkannt, wenn das Jobcenter dies vor Abschluss des Vertrages über die Unterkunft zugesichert hat. Ohne eine Zusicherung werden also für unter 25-Jährige gar keine Bedarfe für Unterkunft und Heizung anerkannt. Denn aus Sicht des Gesetzgebers ist es unter 25-Jährigen zuzumuten, bei ihren Eltern bzw. einem Elternteil zu wohnen.
Dies gilt allerdings nicht, wenn der Betroffene aus schwerwiegenden sozialen Gründen nicht auf die Wohnung der Eltern oder eines Elternteils verwiesen werden kann, oder der Bezug der Unterkunft zur Eingliederung in Arbeitsmarkt erforderlich ist oder ein sonstiger, ähnlich schwerwiegender Grund vorliegt. In diesen Fällen haben unter 25-Jährige einen eigenen Anspruch auf Bedarfe für Unterkunft und Heizung, wenn das Jobcenter vor dem Abschluss eines Mietvertrags dem Auszug zugestimmt hat. Einzelheiten erfragen Sie bitte bei Ihrer Sachbearbeitung. 

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